Verantwortungsvolles Spielen
Verantwortung und Geltungsbereich
Wer ein Spielkonto eröffnet oder eine Wette platziert, trägt die Verantwortung für das eigene Spielverhalten, während der Anbieter die Rahmenbedingungen für Schutzmassnahmen bereitstellt. Diese Informationen richten sich an alle Personen, die die Angebote von Pokerstars nutzen, sowie an deren Angehörige und Freundeskreis, die jemanden im Umfeld unterstützen möchten. Die Hinweise gelten für sämtliche Spielformen und -geräte, unabhängig davon, ob jemand am Computer, über das Mobiltelefon oder auf andere Weise spielt.
Die nachfolgenden Abschnitte beschreiben, welche Massnahmen zur Verfügung stehen, woran Warnzeichen zu erkennen sind und wo Betroffene sowie ihr Umfeld in der Schweiz fachliche Unterstützung finden. Die Dokumentation erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll eine erste Orientierung bieten und dazu beitragen, dass Spielen eine freiwillige Freizeitbeschäftigung bleibt.
Grundsätze des Spielens
Verantwortungsvolles Spielen beginnt mit der Einstellung, dass Glücksspiel eine freiwillige Freizeitaktivität ist und keine Einkommensquelle. Gewinne sind nie garantiert, weshalb Zeit, Einsatz und Erwartungen von Anfang an realistisch bleiben müssen. Wer mit der Erwartung spielt, Verluste sicher ausgleichen zu können oder regelmässig zu gewinnen, setzt sich einem erhöhten Risiko aus.
Die folgenden Grundsätze bilden die Basis für einen kontrollierten Umgang mit Glücksspielangeboten. Sie gelten für jede Spielsitzung, unabhängig von der Höhe der Einsätze:
- Verwenden Sie nur frei verfügbares Geld, das nicht für Miete, Rechnungen, Lebensmittel oder andere feste Ausgaben vorgesehen ist.
- Legen Sie vorab ein festes Budget fest und halten Sie sich daran, auch wenn eine Sitzung anders verläuft als erwartet.
- Versuchen Sie nicht, verlorenes Geld sofort zurückzugewinnen, da dieses Verhalten oft zu weiteren Verlusten führt.
- Machen Sie regelmässige Pausen, um Abstand zum Spielgeschehen zu gewinnen und die eigene Situation nüchtern zu beurteilen.
- Bestimmen Sie eine klare Spieldauer und beenden Sie die Sitzung, wenn diese Zeit abgelaufen ist.
- Akzeptieren Sie Verluste als Teil des Spiels, denn sie gehören ebenso zum Glücksspiel wie mögliche Gewinne.
Diese Grundsätze ersetzen keine professionelle Beratung, bilden aber eine praktische Richtschnur für den Alltag. Wer sich nicht an die selbst gesetzten Regeln halten kann, sollte die weiter unten beschriebenen Schutzmassnahmen in Anspruch nehmen.
Warnzeichen erkennen
Problematisches Spielverhalten entwickelt sich häufig schleichend und ist für die betroffene Person selbst oft schwer zu erkennen. Die folgenden Anzeichen können darauf hindeuten, dass der Umgang mit Glücksspiel die Kontrolle verliert:
- Frustration nach Verlusten mit dem Drang, sofort weiterzuspielen, um den Verlust auszugleichen
- heimliches Spielen, etwa indem Sitzungen oder Einsätze vor dem Umfeld verborgen werden
- deutlich mehr Zeit auf Glücksspielseiten oder in Spielangeboten, als ursprünglich geplant war
- wiederholte Überschreitung selbst gesetzter Limits, obwohl die Absicht bestand, sich daran zu halten
- Belastung von Arbeit, Studium oder Familienleben durch Spielaktivitäten oder deren Folgen
- Geldleihe oder Verschiebung von Rechnungen wegen Spielausgaben
Treten diese Muster wiederholt auf, kann eine Beratung oder Sperre eine sinnvolle nächste Massnahme sein. Je früher eine solche Entscheidung getroffen wird, desto einfacher ist es in der Regel, die Situation zu stabilisieren. Eine einzelne schwierige Sitzung ist noch kein Grund zur Sorge, wohl aber eine Häufung der genannten Anzeichen über einen längeren Zeitraum.
Unterstützung für Angehörige
Wer eine Person im Umfeld beobachtet, die mehrere der genannten Warnzeichen zeigt, kann aktiv werden. Ein offenes Gespräch in ruhiger Atmosphäre ist oft der erste Schritt, wobei Vorwürfe und Anschuldigungen vermieden werden sollten. Stattdessen kann die eigene Beobachtung geschildert und die Frage gestellt werden, ob die betroffene Person Unterstützung wünscht. Es ist hilfreich, konkrete Angebote zu nennen und anzubieten, bei der Kontaktaufnahme zu einer Fachstelle zu begleiten. Angehörige sollten dabei auch die eigenen Grenzen beachten, denn sie können die Kontrolle über das Spielverhalten einer anderen Person nicht übernehmen, sondern nur Unterstützung anbieten.
Schutzmassnahmen nutzen
Wer merkt, dass Grenzen schwer einzuhalten sind, kann auf zusätzliche Schutzmassnahmen zurückgreifen. Dazu gehören bewusste Spielpausen, Einzahlungs- oder Zeitlimits sowie formelle Sperren, wenn die Kontrolle nicht mehr zuverlässig gelingt. Diese Instrumente dienen nicht als Bestrafung, sondern als Unterstützung, um das eigene Verhalten zu strukturieren.
Einzahlungslimits begrenzen den Betrag, der innerhalb eines bestimmten Zeitraums auf das Spielkonto eingezahlt werden kann. Sie wirken vorbeugend, indem sie die mögliche Verlusthöhe von vornherein begrenzen. Verlustlimits funktionieren ähnlich und stoppen das Spielen, sobald ein festgelegter Verlustbetrag erreicht ist. Zeitlimits oder Sitzungslimits beenden eine Spielsitzung nach einer bestimmten Dauer oder erinnern an die verstrichene Zeit. Diese Werkzeuge sind besonders nützlich, weil sie Entscheidungen in einen ruhigen Moment vorverlagern, in dem die Vernunft noch die Oberhand hat. Die Einstellung erfolgt am besten vor Beginn einer Sitzung und nicht erst, wenn bereits gespielt wird.
Auch eine zeitweise Unterbrechung kann hilfreich sein, um Spielmuster mit mehr Abstand zu beurteilen. Eine Pause von einigen Tagen oder Wochen schafft Distanz und ermöglicht eine nüchterne Einschätzung der eigenen Situation. Formelle Sperren gehen weiter und verhindern den Zugang zum Spielkonto für einen längeren Zeitraum oder unbefristet. Sie sind angezeigt, wenn andere Massnahmen nicht ausreichen oder wenn die betroffene Person selbst erkennt, dass sie den Zugang nicht kontrollieren kann. Die konkreten Einstellungen und Fristen sind auf der Plattform von Pokerstars hinterlegt und können dort eingesehen werden.
Jugendschutz
Jugendschutz bedeutet auch, offen über Risiken zu sprechen. Minderjährige sollten weder direkten Zugang zu Spielkonten haben noch über Erwachsene an Glücksspielen teilnehmen können. Es liegt in der Verantwortung der erwachsenen Kontoinhaberinnen und Kontoinhaber, dafür zu sorgen, dass ihre Zugangsdaten nicht in die Hände von Minderjährigen gelangen.
Dazu gehört, Passwörter und Kontozugänge sicher aufzubewahren und nicht auf gemeinsamen Geräten gespeichert zu lassen. Auch die Nutzung von Autologin-Funktionen auf Geräten, die von Kindern oder Jugendlichen mitbenutzt werden, sollte vermieden werden. Gespräche über die Risiken des Glücksspiels sind ein wichtiger Bestandteil der Prävention, denn wer die Mechanismen kennt, kann besser einschätzen, warum Glücksspiel für Minderjährige nicht geeignet ist. Eltern und Erziehungsberechtigte sollten zudem die eigenen Spielgewohnheiten reflektieren, da Kinder Verhalten häufig nachahmen.
Selbstkontrolle und Dokumentation
Ein wirksames Mittel zur Selbstkontrolle ist die regelmässige Aufzeichnung von Zeit und Geld, die für Glücksspiel aufgewendet werden. Wer seine Einsätze und Verluste notiert, erhält ein realistisches Bild der tatsächlichen Ausgaben, das oft von der Wahrnehmung abweicht. Diese Aufzeichnungen sollten in regelmässigen Abständen ehrlich ausgewertet werden, etwa wöchentlich oder monatlich. Die Frage, ob die aufgewendeten Beträge und Zeiten mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmen, hilft dabei, Abweichungen früh zu erkennen. Eine ehrliche Auswertung ist nur möglich, wenn auch kleine Beträge und kurze Sitzungen erfasst werden, denn gerade diese summieren sich häufig unbemerkt zu beträchtlichen Grössenordnungen.
Hilfe in der Schweiz
In der Schweiz stehen verschiedene offizielle und fachliche Stellen zur Verfügung, die Unterstützung bei Spielproblemen anbieten. ESBK: Sozialschutz erklärt Schutzmassnahmen im regulierten Schweizer Spielbereich und zeigt auf, welche Instrumente gesetzlich verankert sind. SOS Spielsucht – Was tun bei Spielsucht? bietet Orientierung für Betroffene und ihr Umfeld und beschreibt mögliche Wege aus einer problematischen Spielsituation. ESBK: Spielsperre informiert über Sperren und deren Bedeutung im Schweizer System, einschliesslich der Frage, wie eine Sperre beantragt wird und welche Wirkung sie entfaltet.
Bei akuten Schwierigkeiten kann es sinnvoll sein, zunächst eine Pause einzulegen und sich anschliessend an eine geeignete Fachstelle oder ein offizielles Informationsangebot in der Schweiz zu wenden. Diese Hinweise ersetzen keine persönliche Beratung, können aber den ersten Schritt erleichtern. In der Schweiz stehen fachliche und offizielle Stellen zur Verfügung, wenn Unterstützung oder weiterführende Informationen benötigt werden. Die Kontaktaufnahme ist vertraulich und kann auch anonym erfolgen, was den ersten Schritt für viele Personen erleichtert.